Archiv - Meldungen und Informationen der Vergangenheit

(März 2006) LokalTV erreicht genauso viele Menschen, wie ARD regional zwischen 17.53 und 20 Uhr

Im Juli 2005 führte das Institut tns infratest Media Research im Auftrag der Medienanstalt Berlin-Brandenburg eine Reichweitenuntersuchung im Brandenburger Lokalfernsehen durch. Dabei wurden 4875 Menschen landesweit telefonisch befragt.
Zum weitesten Seherkreis (Seher in den letzten 14 Tagen) gehörten 525.000 Menschen. Das entspricht einer Quote von 34,2%. Die lokalen TV-Programme liegen damit noch vor dem WDR und gleich auf mit N3.

Die Zuschauergruppe "Seher gestern" umfasst 11,8% (173.000 Menschen). Das heißt, LokalTV in Brandenburg erreicht deutlich mehr Menschen als die Radiosender Fritz, Radio1 oder Radio Berlin 88,8.

LokalTV erreicht insgesamt genauso viele Menschen, wie das regionale Fenster der ARD in Brandenburg zwischen 17.53 Uhr und 20 Uhr. Detailierte Ergenisse können Sie über den nebenstehenden Button abrufen.


(März 2006) BFN-Sender bei Regionalfernsehpreis 2006 erfolgreich

Die Brandenburger Lokalsender kehrten erfolgreich von der Preisverleihung des 3. deutschen Regionalfernsehpreises nach Hause zurück.

Hier die Ergennisse aus BFN-Sicht:

  • 1. Preis für das beste kommerziell gebundene Format: PotsdamTV; Lutz Schütze / Ingo Baar mit "Königliches Wohlergehen"
  • 1. Preis für die beste Moderatorin: Kerstin Bolik mit dem Brandenburg-Journal
  • nomminiert als bester Moderator: Roman Garthoff mit dem Brandenburg-Journal
  • nominiert für den Zuschauerpreis: SKB Brandenburg; Doreen Löfler, Tino Hoffmann mit dem Tiermagazin
  • nominiert für den besten Beitrag: PrignitzTV; Peter Teufel mit dem Beitrag zum Bombodrom

Außerdem haben sich aus dem BFN-Verbund folgende Sender beteiligt: FAB (Fernsehen aus Berlin), EberswaldeTV, Teltowkanal, OskarTV, AngermündeTV.

Insgesamt gab es weit über 240 Einreichungen von über 40 Sender aus dem gesamten Bundesgebiet. Zu den größten Teilnehmern am Wettbewerb gehörten unter anderem TVMünchen, Rhein-Main-TV, SaarTV, FAB oder OberfalzTV.

Die Preisverleihung wurde Live on Tape aufgezeichnet. Sie ist in den kommenden Wochen bei weit über 50 lokalen und regionalen TV-Stationen zu sehen.


(November 2003) Erste Deutsche Lokalfernsehtage in Hoyerswerda

Vom 30. Oktober bis 2. November fanden in Hoyerswerda die Ersten Deutschen Lokalfernsehtage statt. Mitarbeiter lokaler Fernsehsender aus Sachsen, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Polen trafen sich zum Abschluß des Wettbewerbs um den Fernsehpreis der Euroregionen Grand Prix Lokal 2003. Während der Lokalfernsehtage fanden zehn Werkstattgespräche über journalistische Gestaltung, Werbestrategien und das Image des Lokalfernsehens statt. 106 Beiträge waren zum Wettbewerb eingereicht worden. Am 26. Oktober begann die Internationale Fachjury unter Vorsitz von Prof. Dr. Dieter Wiedemann, Rektor der Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam-Babelsberg, mit ihrer Arbeit. Von der Jury wurde jeder Film schriftlich bewertet und es wurden von ihr die Preisträger ausgewählt. Am 1. November fand im Schloß Hoyerswerda die feierliche Preisverleihung statt. Die fünfköpfige Zuschauerjury nahm bereits am 20.11.03 in Schwarzenberg ihre Arbeit auf. Der Zuschauerpreis war bei den Fernsehmachern besonders begehrt.


(November 2002) Vom 29.11.02-30.11.02 fanden in Bad Saarow die 3. Brandenburger Lokalfernsehtage statt.

Die lokalen Fernsehveranstalter aus Brandenburg und den anderen vier neuen Bundesländern haben sich bei ihrer Beratung auf gemeinsame Programm- und Marktstrategien orientiert. Neben der Programmharmonisierung, die in erster Linie auf zeitgleiche Ausstrahlung der täglichen aktuellen Programmformate bei den einzelnen Lokalfernsehsendern orientiert, werden die guten Erfahrungen mit Programmergänzenden Gemeinschaftsformaten ( z. B. BrandenburgJournal) weiter ausgebaut. So wird es zur ITB 2003 die erste Ausgabe eines neuen - monatlich erscheinenden - Tourismusmagazins für die neuen Bundesländer geben.

Die neuen Schritte zum inhaltlichen Ausbau des Lokalfernsehens werden begleitet vom Aufbau eine technischen Infrastruktur, die die Programmeinspeisung und den Programmaustausch entsprechend den Anforderungen eines täglich aktuellen Programmbetriebes ermöglichen soll.

Höhepunkt des zweitägigen Treffens war die Gründung des "Bundesverbandes lokales Fernsehen" (BLF) mit Sitz in Berlin.

Zielstellung des Verbandes ist neben der nationalen Interessenvertretung die Schaffung gemeinsamer Programmformate in einem Netzwerk für lokales

Fernsehen zwischen Rügen und dem Vogtland. Die Etablierung der Marke Lokalfernsehen und der gemeinsame Marktauftritt gehören zur Strategie des BLF, zu dessen Präsidenten Dr. Rainer Lotz gewählt wurde.

Damit bieten 166 Lokalfernsehsender mit einer Reichweite von über 4 Millionen Zuschauern in einem Programmumfeld mit hoher Zuschauerbindung und großer Akzeptanz eine gemeinsame Plattform für überregionale und nationale Werbung.

Gründungsmitglieder sind die Landesverbände der Lokalfernsehveranstalter in den neuen Bundesländern, darüber hinaus fünf lokale Fernsehprogrammveranstalter und die Medien Kooperative audioscop e.V. .

Ansprechpartner: Dr. Rainer Lotz, 033631 / 868 513, Fax 033631 / 868 514,

E-mail. Lotz@oskarTV.de

Bad Saarow 01.12.02


(September 2000) Lokale TV-Sender Brandenburg gründeten Marketing-Agentur „BFN-Media-Pool GmbH“ setzt auf neue Regionalformate und nachgewiesen hohe Akzeptanz von Lokal-TV

Brandenburgs 29 kleine TV-Sender hatten auf ihren ersten Lokalfernsehtagen Ende September 2000 in Neuruppin u.a. beschlossen, die durch eine Studie des Potsdamer Ifes-Instituts nachgewiesen hohe Zuschauerakzeptanz für das eigene Marketing besser zu nutzen. Bereits Ende Oktober wurde die „ BFN-Media-Pool GmbH“ gegründet. Die Gesellschaft, mit Sitz in Fürstenwalde, wird eine Geschäftsstelle im Berliner Zentrum unterhalten und von dort aus agieren. Dabei geht es ihr natürlich in erster Linie um den Verkauf von Werbezeiten, doch darüber hinaus sollen verschiedene wirtschaftliche, inhaltliche und technische Aktivitäten der Sender gebündelt und entwickelt werden. Das BFN präsentiert Fragen und Antworten zum Thema:

Wer gehört zu Ihrer neuen Vermarktungsgesellschaft und welche Interessen vertritt sie ?

Gegründet wurde sie von sechs lokalen TV-Unternehmen, die Mitglied im Brandenburgischen FernsehNetz e.V. (BFN) sind und von zwei Einzelpersonen. Natürlich stehen wir mit umfänglichen Marketingleistungen in erster Linie im Dienst der zurzeit 16 BFN-Mitgliedssender, deren Programme in mehr als 430.000 Haushalten gesehen werden können. Allerdings gehen wir davon aus, dass weitere Sender hinzukommen und wir den Kunden durchaus auch die ganze Bandbreite des lokalen TV-Angebots präsentieren.

Viele Lokalsender nutzen noch nicht einmal das mögliche Werbepotential ihrer Regionen und Städte aus und sind wirtschaftlich angeschlagen. Glauben Sie , dass BFN-Media-Pool das mit überregionale Vermarktungskampagnen ändern kann ?

Aber ja. Die meisten Sender machen ein von Zuschauern gefragtes Programm, das mit seiner Lokalbezogenheit ein absolutes Alleinstellungsmerkmal aufweist. Der Bekanntheitsgrad der Lokalen ist sehr hoch, ihr Image gut und von ihren Einschaltquoten träumen die meisten großen Sender. Doch ihnen fehlt oft ein ordentliches Marketing, um ihr interessantes Programmumfeld für den Verkauf von Werbezeiten zu nutzen. So wissen viele Firmen in Brandenburg gar nicht, welche enorme Resonanz die Programme haben, dass sie täglich bis zu 57% der möglichen Zuschauer erreichen. Sie wissen oft auch nicht, wie vergleichsweise preiswert und wirksam sie über Lokal-TV werben könnten. Im Grunde ist doch der 99er Werbeumsatz von 7,4 Millionen Mark bei täglich fast einer Million erreichbarer Zuschauer ein Witz. Das Dreifache wäre eine erreichbare Größe. Die BFN-Media-Pool GmbH will mit professionellem Marketing hier einsteigen, den Sendern direkt helfen und das Lokalfernsehen in Brandenburg selbst zu einer für die werbende Wirtschaft interessanten Marke machen.

Wie soll das denn konkret aussehen und wer sind die für BFN-Media-Pool wichtigsten Zielgruppen ?

Die Marketingstrategie baut im ersten Anlauf darauf, sehr rasch die konsumorientierten Unternehmen in Brandenburg und Berlin über die exzellenten Möglichkeiten lokaler Fernsehwerbung aufzuklären. Nur mangelnde Informiertheit kann u.E. daran Schuld sein, dass beispielsweise viele der landesweit tätigen Mittelstandsbetriebe, die Hersteller landwirtschaftlicher Erzeugnisse, Brauereien, Telekommunikations- und Energieanbieter und viele andere die lokale TV-Werbung noch nicht nutzen. Deshalb werden wir, neben verstärkter Öffentlichkeitsarbeit - auch über das Internet-, inhaltlich und grafisch gut gemachte Media-Unterlagen erarbeiten, in denen auch die bemerkenswerten Ergebnisse der Ifes-Studie verarbeitet sind. Die stellen wir auch den Sendern zur Verfügung. Und natürlich starten wir jetzt in intensive Kontakt- und Vor-Ort-Arbeit bei potenziellen Kunden. Im zweiten Anlauf soll auch das Interesse von deutschen Großunternehmen bzw. deren Agenturen geweckt werden.

Dafür scheint ein bestimmtes Maß an Harmonisierung der oft unterschiedlichen Sender- und Programmstrukturen nötig zu sein. Was soll unter diesem Aspekt den Kunden angeboten werden ?

Die Schaltung von Werbespots bei den lokalen Sendern hat erst einmal wenig mit den Strukturen von ansonsten viel gesehenen Programmen zu tun. Was zählt ist, dass möglichst viele Zuschauer die Werbebotschaft erhalten. Und das ist bei Lokal-TV-Zuschauern sogar in größerem Maße gegeben, weil kaum weg gezappt wird. Aber natürlich will der Werbekunde z.B. schon genau wissen, wie oft sein Spot in der prime-time gesendet wird – sie liegt auch bei uns mit über 70 % der täglichen Seher zwischen 18.00 Uhr und 22.00 Uhr – und in welchem Programmumfeld das geschieht. Gerade deshalb baut BFN-Media-Pool zuerst auf die Vermarktung der Gemeinschaftsformate. Dazu gehört das seit anderthalb Jahren gemeinsam produzierte und von den meisten Sendern ausgestrahlte Brandenburg-Journal mit einer technischen Reichweite von rund einer Million Zuschauern. Neue, von den Sendern „bestückte“ und moderierte Formate, wie ein „ Tourismus-Magazin“ und ein Magazin „Essen & Trinken in Brandenburg“ sind in Vorbereitung.

Ist für solcherart Produktionen nicht eher der ORB zuständig.

Was heißt zuständig. Wir befriedigen damit ein großes Bedürfnis. Über 90 % unserer Zuschauer – so besagt die Ifes-Studie – erwarten von uns, neben guter Lokal-Berichterstattung, auch Informationen aus ganz Brandenburg.

Viele lokale Sender sind oft eher und manchmal die einzigen bei lokalen Ereignissen, die durchaus auch von überregionalem Interesse sein können. Es wäre doch von wirtschaftlichem Nutzen, wenn diese Berichte zum Beispiel auch dem ORB angeboten würden.

Es wäre sogar in beiderseitigem wirtschaftlichen Interesse. Und damit meine ich nicht nur den ORB, der im übrigen viel Kosten sparen könnte, wenn er sich der lokalen TV-Produzenten bedienen würde. Das tut er höchst selten, aber vielleicht liegt es auch daran, dass dafür noch keine ordentliche Logistik existiert. Auch daran soll BFN-Media-Pool arbeiten. Sie versteht sich eben auch als Agentur der Sender und wird deshalb ein entsprechendes Angebots- und Koordinierungssystem bis hin zu technologischen Vernetzungsmöglichkeiten entwickeln.

Daraus ist zu schließen, dass die neue Gesellschaft nicht nur ein reines Marketingunternehmen ist.

Völlig richtig. BFN-Media-Pool soll in relativ kurzer Zeit ein starkes Dienstleistungsunternehmen der Brandenburger Lokalsender werden, dass auch die intensivere Zusammenarbeit der Sender selbst organisieren wird. Neben den schon dargestellten Aufgaben werden auch spezielle Projekte in Angriff genommen, die das Marketing der kleinen und mittleren Betriebe unterstützen. Es geht uns zugleich darum, in Kooperation mit weiteren Unternehmen neuartige Übertragungswege für den schnellen Programmaustausch der Sender als Pilotprojekte zum Einsatz zu bringen sowie die technische Infrastruktur zu verbessern. Bei diesen Projekten sind wir uns auch der Unterstützung der MABB sicher, die hierfür Fördermittel bereitstellen will.

Brandenburger Lokalfernsehtage 25. September 2000


(Oktober 2000) Die lokalen TV-Sender in Brandenburg entwickeln gemeinsame Projekte

Neuruppin. Rund 120 Teilnehmer der 1. Brandenburger Lokalfernsehtage diskutierten am 22. und 23.9.00 in der Fontanestadt Neuruppin die Zukunftsperspektiven der zurzeit 29 lokalen Sender. Sie konnten sich dabei auf eine erstmals vorliegende Studie zur Nutzung und zur Akzeptanz des Lokalfernsehens in Brandenburg stützen, die das Institut für empirische Sozialforschung AG (IFES) im Auftrag der Medienanstalt Berlin-Brandenburg und der Landesregierung erarbeitet hatte. Die Repräsentativerhebung bei insgesamt 2.865 Personen, die lokales Fernsehen empfangen können, brachte, nach Ansicht von Medienfachleuten, erstaunlich positive Ergebnisse. So liegt der Bekanntheitsgrad der Sender bei 91 %. Mit einem gezielten Zugriff bei der Suche nach Informationen vor Ort liegt Lokal-TV mit 49 % deutlich vor dem ORB. Die derzeit neun Sender, die ihr Programm täglich erneuern, erreichen mit täglichen Einschaltquoten bis 57 % eine extrem hohe Nutzung des Programms.

Dies korrespondiert mit wichtigen Image-Faktoren. So halten mehr als drei Viertel aller Zuschauer ihre Lokalsender für glaubwürdig, bürgernah und aktuell. Die IFES-Studie kommt zu dem Schluss, dass lokales Fernsehen in Brandenburg, trotz der zum Teil schwierigen wirtschaftlichen Lage einzelner Sender, ausgezeichnete Perspektiven hat, die mit dem Übergang zu Digital-TV in den nächsten Jahren weiter wachsen.

Während der zweitägigen Veranstaltung, an der auch führende Vertreter der Medienanstalt Berlin-Brandenburg, Landespolitiker und Kabelnetzbetreiber teilnahmen, wurden in verschiedenen Workshops neue Projekte beraten.

So will das Brandenburgische Fernseh-Netz (BFN) mit der Gründung einer BFN-Marketinggesellschaft Voraussetzungen schaffen, um den Werbeumsatz der Sender, der derzeit bei 7,4 Millionen Mark liegt, wesentlich zu erhöhen. Dazu sollen neben dem bereits gemeinsam produzierten BrandenburgJournal weitere Magazin-Formate entwickelt werden, die der werbungstreibenden Wirtschaft ein besseres Umfeld für regionale TV-Werbung bietet. Angestrebt wird auch eine Vernetzung von Lokalsendern und ein dadurch möglicher aktueller Programmaustausch.

In Kooperation mit der Hochschule für Film und Fernsehen in Babelsberg soll ein gezielter Einsatz von Absolventen und Praktikanten gesichert werden.

Quelle: Promedia 10/2000
Lokal-TV als ergänzende Grundversorgung?


(Oktober 2000) Brandenburger Lokal-TV Veranstalter gründen Vermarktungsgesellschaft.

Der Fernsehdirektor des ORB Volker von der Heydt runzelte die Stirn und auch manch anderer Gast der 1. Brandenburger Lokalfernsehtage blickte ein wenig erschrocken, als erstmals der Begriff der "ergänzenden Grundversorgung" fiel. Der Vorsitzende der Vereinigung "Brandenburgisches Fernsehnetz" (BFN), Dr. Lotz, meinte damit nicht mehr und nicht weniger, als dass das Lokalfernsehen in Brandenburg und sicher auch in den anderen Bundesländern heute eine Art der Information und des Service bietet, die ein landesweit agierender öffentlich - rechtlicher Sender so nicht leisten kann, aber von der Bevölkerung gewünscht wird.
Nun ist die "Grundversorgung", relativ klar definiert und als Sendeauftrag der öffentlich-rechtlichen Programme verankert, so nicht für die Kennzeichnung des Programms privater Lokalveranstalter zu übernehmen, aber er zeugt von einem wachsenden Selbstbewußtsein und dem Bemühen, ihre Funktion innerhalb des Medienspektrums klarer zu definieren. Der Bestandsaufnahme und der Diskus- sion neuer Ideen und Konzepte dienten auch die erstmalig veranstalteten Lokal- fernsehtage, zu denen in Neuruppin Vertreter der 29 lokalen TV-Sender, des Wirtschaftsministeriums, der Staatskanzlei und der MABB, Kabelnetzbetreiber und andere Medienexperten zusammen kamen.
Eine Studie des Potsdamer Ifes-Istituts hatte ergeben, dass das Lokalfernsehen in Brandenburg inzwischen eine hohe Akzeptanz findet und die Zuschauer die Sendungen nicht mehr missen möchten. Vielfach erhalten diese Programme eine gute Bewertung, die der des ORB entspricht. Zugleich werden diese Sender, bei denen heute insgesamt ca. 180 Mitarbeiter beschäftigt sind, immer mehr auch zu einem medienpolitischen Faktor, der hilft, eine Medienwirtschaftsinfrastruktur auch außerhalb von Babelsberg aufzubauen. Die Lokalfernsehtage machten zugleich deutlich, dass die lokalen Produzenten an einem Scheideweg stehen. Etwa die Hälfte von ihnen gehört dem BFN an und erst der gleiche Prozentsatz arbeitet mit Gewinn. Gegenwärtig liegen die Werbeumsatze aller Sender bei 7,4 Mio. DM. Ohne Programmausbau und ohne Verbesserung des Marketings, so die eindeutige Botschaft aus Neuruppin, werden es viele der lokalen TV-Sender aber schwer haben, zu überleben. Auch von der digitalen Welt können keine Wunder erwartet werden. Deshalb hat das BFN die Gründung einer Servicegesellschaft beschlossen, in der sich drei festangestellte Profis um die Entwicklung gemeinsamer Formate, den gemeinsamen Werbeverkauf und auch den Einkauf von Technik kümmern sollen.
Als erstes wird es gemeinsame Wirtschafts- und Tourismusmagazine geben. Die 29 Sender sollen auch weiterhin ihre lokalen Unterschiede und Programm- strukturen behalten, doch durch gemeinsame Vermarktungsplattformen versprechen sie sich vor allem zusätzliche regionale und überregionale Werbung.


Quelle: IFES-Institut


(September 1998) "Brandenburg-Journal"

Einmal pro Woche geht das „Brandenburg-Journal“ als BFN-Gemeinschaftsproduktion auf Sendung. Das 24minütige moderierte Programmformat wird mit den interessantesten Beiträgen aus der Brandenburgischen Fernsehlandschaft von der BFN-Media-Pool GmbH in Fürstenwalde produziert. Bisher sind 23 Brandenburger und Berliner TV-Sender an der Gestaltung bzw. Ausstrahlung beteiligt:

BF-tv, City TV, Elster TV, FF-Oderland, Forst TV - Kanal 12, H-TV - Havelländisches Fernsehen, KW-TV, LSR Lokalfernsehen Schwarzheide und Ruhland, LTV - Lausitz TV, NWG - Neiße Welle Guben, Oberhavel TV, OSF Oder-Spree-Fernsehen, OSKAR TV, OSR Fernsehen, Potsdam TV, Prignitz TV, Ruppin TV, SKB Stadtfernsehen, Stadtfernsehen Eberswalde, Wittstock TV, WMZ TV und TV Berlin

 

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