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Lokalfernsehen hat sich seinen festen Platz
bei den Zuschauern erobert. Doch um eine weitere positive
Entwicklung zu ermöglichen, müssen grundsätzliche
technische Probleme gelöst und die Zusammenarbeit der
Sender verstärkt werden.
Beide Aufgaben sollen durch ein sehr ambitioniertes
Vernetzungsprojekt angegangen werden. In Zusammenarbeit
mit der Medienanstalt Berlin-Brandenburg wird derzeit an
der Umsetzung des Projektes gearbeitet. Dabei gilt es drei
Ziele zu verwirklichen: 1. die Vernetzung der Sender mit
seinen jeweiligen Kabelkopfstaionen, 2. die Vernetzung der
Sender untereinander, 3. die Installation eines zentralen
Landesservers und 4. die Installation von automatischen
Sendeabwicklungsanlagen in jedem Studio.
Zahlreiche Sender transportieren ihr Programm
derzeit per DVD und Auto an die Kabelkopfstationen. Wenn
ein Sender dabei durchaus 10 verschiedene Standorte anfahren
muss, ist es schon aus Zeitgründen vielfach nicht möglich
ein tagesaktuelles Programm zu erstellen. Mit einer technischen
Lösung wäre diese manuelle Versorgung in Zukunft
nicht mehr nötig. Erfreulicher Nebeneffekt: die Sender
können auch zusätzliche Kabelnetze versorgen,
die bisher nicht in den Genuß von LokalTV gekommen
sind.
Die Vernetzung der Sender untereinander
soll einen deutlich schnelleren und effizienteren Programmaustausch
zwischen den Programmveranstaltern ermöglichen. Beiträge
von überlokalem Interesse sind so schnell auch für
andere Lokalsender verfügbar. Dies spart mitunter eigene
Produktionskapazitäten, die dann für eine Ausweitung
des Programms oder für eine Anhebung des Aktualisierungsrhythmuses
eingesetzt werden können. Außerdem können
die zahlreichen Gemeinschaftsformate des Brandenburgischen
LokalTV in Zukunft viel schneller (und damit aktueller)
verteilt werden.
Ein wichtiger Kernbestandteil des Systems
soll ein zentraler Landesserver werden. Auf ihm können
zukünftig Sendungen und Beiträge wie in einer
Programmbörse abgelegt werden. Mitglieder des BFN-Verbundes
können dann darauf zugreifen, sich Inhalte als Vorschau
über das Internet anschauen und dann bei Bedarf die
Beiträge in Sendequalität ins eigene Studio überspielen.
Damit der Programmablauf künftig flexibel
und abwechslungsreich gestaltet werden kann, soll in jedem
Sender eine automatische Sendeabwicklungsanlage installiert
werden. Somit können bestimmte Sendungen, Beiträge
oder auch Werbungen ganz speziell zu vordefinierten Zeiten
ins Programm einfließen - ohne dass dafür ein
Mitarbeiter zu der betreffenden Zeit im Sender sein müss.
Durch diese Mechanismen sollen sich natürlich
die Möglichkeiten für die Akquise von Werbung
deutlich für die Lokalsender verbessern. Die Vermarktung
von überlokaler Vermarktung verinfacht sich deutlich.
Durch das System könnte ein Werbespot beispielsweise
bei allen Sendern des Landes zur gleichen Zeit laufen. Die
Produktion von Gemeinschaftsformaten, die Einahmen erwarten
lassen, verbessert sich deutlich. Jeder Sender kann durch
das Aufbrechen des starren Rotationsprinzips Sendezeiten
außerhalb der Kernzeiten verkaufen.
Insgesamt soll das Lokalfernsehen in Brandenburg
durch das Vernetzungsprojekt fit für die Zukunft gemacht
werden.
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